Ich finde einen neuen Style

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Diesmal werde ich alles ganz genau angehen. Ich werde meine Lieblingsstücke zwischen viel zu vielen Klamotten raussuchen. Werde ergänzen, was mir an Basics fehlt. Meine Haare müssen auch besser werden. Vielleicht mal wieder mein Glätteisen benutzen. Ich trage jetzt nur noch, was ich auch absolut cool finde. Keine langweiligen Alltagssachen mehr. Schließlich lebe ich jetzt und sollte doch jetzt auch so aussehen, wie ich es mir vorstelle.

Vor allem muss ich aufhören, so oft zu überlegen, was andere über mich denken könnten. Warum nur ist mir das so wichtig? Irgendwann erinnert sich sowieso keiner mehr daran, was einmal war. Ich verstehe selbst nicht, weswegen ich Angst habe, das zu tragen oder zu sein, was mir am besten gefällt.DSC_0064 (2) DSC_0119 (2) DSC_0151 (2)

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Vielleicht glaube ich, dass Kritik mir dann zu nahe gehen würde. Eigentlich muss ich das nicht. Denn bin ich nicht mittlerweile gefestigt genug in meiner Persönlichkeit, um das einzustecken? Wahrscheinlich beschäftigt mich diese Frage besonders, weil das hier nun mal eine Kleinstadt ist. Jeder kennt jeden. Zumindest fast. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob man hier wirklich alles tragen könnte, was man will. Kommt irgendwie doof vielleicht. Die meisten anderen legen ja auch nicht so viel Wert auf ihr Styling. Äußerlichkeiten sind so überbewertet. Es gibt genug andere Probleme, mit denen man sich befassen kann. Total oberflächlich, wenn jemand zu sehr auf sein Aussehen achtet. Die Angst, zu sehr aufzufallen.

Andererseits will ich doch nicht sein, wie alle anderen.  Jeder will doch irgendwie besonders sein. Und jeder sollte es doch auch. Sollte im Leben die Wunschvorstellung von sich selbst verwirklichen. Das macht das Leben spannend. Nicht nur für einen selbst. Auch für andere. Ich schaue mir gern kreative Looks von anderen an, bin davon begeistert. Manchmal auch nicht. Bekomme daraus selbst wieder neue Ideen. Und fast immer beneide ich diejenigen um ihren Mut, das zu tragen, was sie wollen. Ohne Kompromisse. Einfach so. Ich frage mich, ob das für sie so eine Hürde ist, wie für mich.

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Und dann ist da noch ein Problem. Wenn ich mich morgens frage, was ich anziehen soll, und in meinen Kleiderschrank schaue, fällt die Wahl schnell wieder auf Jeans, Shirt oder Top und irgendwelche flachen Schuhe. Geht ja schnell. Vor allem mit Baby. Wäre doch auch blöd, wenn es nicht praktisch ist, oder? Das Wetter muss man schließlich auch bedenken. Soll doch regnen. Heute geht es eben nicht anders.

Ist die andere Wahl Styling ohne Kompromisse? Es muss einen Mittelweg geben. Einen Style, der ich ist, und trotzdem gut mit meinem Tagesablauf harmoniert. Trotzdem in mein Leben passt. In mein Umfeld. Ich finde einen neuen Style. Ich möchte Looks, die mir gefallen, festhalten. Meine eigene Inspiration sein. Wieder mehr zu mir selbst finden. Ja, ich glaube, das geht auch, wenn man sich mal mit Äußerlichkeiten beschäftigt. Zumindest ein kleines bisschen. Und ich finde es ganz und gar nicht oberflächlich, mir darüber Gedanken zu machen. Denn ich liebe Mode, sie macht mir einfach Spaß. An anderen und an mir.

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Fotos: Nadine Hanke

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